Die Podwerker

Werkstatt: Welcher Podcasting-Hoster ist der richtige für mich?

Möchtest du deinen Podcast auf Kanälen wie Apple Podcasts, Spotify oder Deezer veröffentlichen, brauchst du einen Hosting-Anbieter. Am besten einen, der sich auf Podcasts spezialisiert hat. Die einzelnen Folgen als MP3-Dateien hochladen, Titel und Teaser ergänzen und per RSS-Feed an alle gängigen Kanäle übermitteln - fertig ist der Audiostream.

Podcast-Hoster machen es den Nutzern recht einfach, eine eigene Show zu veröffentlichen - und bieten darüber hinaus einige Extras. Die Episoden lassen sich zum Wunschtermin timen, also vordatieren. Statistiken und Analytics zeigen die aktuellen Abrufe. Auch eine eigene Micro-Website ist mit im Gepäck.

Wir haben drei Favoriten für euch ausgewählt und genauer unter die Lupe genommen; Podcaster.de, Libsyn und Podigee.

PODCASTER.DE


Der Service von Podcaster.de ist ab fünf Euro pro Monat buchbar. Dafür bekommt ihr monatlich 250 Megabyte Speicherplatz, das entspricht einer Audiostrecke von etwa fünf Stunden. Von allen bisher getesteten Hostern ist Podcaster.de der einzige, bei dem Speicherplatz flexibel hinzugebucht werden kann, ohne gleich auf ein neues Abo-Modell umsteigen zu müssen. Das Buchen von Speicherplatz erfolgt in 50 MB-Schritten. Für einen Euro lassen sich also etwa eine Stunde Audiomaterial zusätzlich hochladen. Ebenfalls nützlich: Wer genügend Speicherplatz hat, kann hier im Einstiegstarif gleich drei verschiede Podcasts mit eigenem RSS-Feed verwalten.

Nachteil: In den Statistiken wird Spotify nicht eingebunden. Die Daten können allerdings über das Web-Tool "Spotify for Podcasters" eingesehen werden. Ausgespielt werden in den Statistiken die Anzahl der Hörerenden, Downloads und Abonnements. Einen Player zum Einbinden auf die eigene Webseite mittels HTML-Code gibt's auch.



PODIGEE


Einer der Vorteile von Podigee ist die automatische Nachbearbeitung durch Auphonic. Das Tool für die Post-Produktion passt nach dem Upload der Files regulär Sprünge in der Lautstärke an und reduziert Rauschen. Das klingt erstmal praktisch, allerdings hat man in den unteren bis normalen Tarifen keinen Einfluss auf den Grad der Klangbearbeitung. Für Einsteigende ist Auphonic sicherlich praktisch, professionelle Reparatur-Software wie iZotope RX aber bleibt der Goldstandard. Wer Auphonic in Verbindung mit anderen Hostern verwenden möchte, kann auf Auphonic.com ein separates Abo abschließen.

Ein weiterer großer Vorteil von Podigee sind die umfassenden Statistiken – in diesem Fall inklusive Statistiken von Spotify – und außerdem ein schicker Player zum Einbinden per HTML-Code. Ab 25 Euro im Monat gibt es weitere Vorteile. Die Crowdfunding-Plattform Steady lässt sich zum Beispiel automatisch einbinden. Über Steady können Podcaster eine Bezahlschranke für Premiuminhalte nutzen. Außerdem gibt es im Advanced-Tarif einen zusätzlichen RSS-Feed für einen weiteren Podcast. Wer mehr will, muss tief in die Tasche greifen. Für das Professional-Abonnement verlangt Podigee eine vierstellige Jahresgebühr. Aus unserer Sicht ist dieser Preis unverhältnismäßig hoch.

LIBSYN


Libsyn ist einer der großen Podcast-Hosting-Anbieter weltweit, allerdings auf den US-Markt ausgerichtet. Der Einsteigertarif kostet sieben US-Dollar pro Monat, dafür bekommt ihr 50 Megabyte Speicherplatz für vier Wochen. Viel ist das nicht. Genügend Webspeicher mit 250 Megabyte gibt es erst ab dem Tarif für 17 US-Dollar pro Monat.

Extras wie Advertising und Hörer-Abonnoments mit Zugang zu Bonus Content sind auch dabei. Um das Advertising nutzen zu können, muss man allerdings ein Abonnoment auf einen Developer Account mit zusätzlichen monatlichen Kosten abschließen. Handverlesene Anzeigenplätze, Ad Stitching und Targeting gibt es ab 40 Euro im Monat, auch hier allerdings mit Blick auf ein US-Publikum. Der Kubendenservice von Libsyn ist gut erreichbar, aber nur auf Englisch.